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Naturheilweisen
Die Anwendung von Blutegeln als Ausleitungsverfahren in der Heilkunde ist seit langer Zeit überliefert. Bereits in ältesten Aufzeichnungen über die Heilkunde finden sie Erwähnung.
Der Blutegel (Hirudo officinalis) ist ein schwarzbräunliches, etwa 3 bis 5 Zentimeter langes Tier. Es sondert beim Biss verschiedene heilsame Sekrete, u.a. das Hirudin, ab. Da diese hilfreichen Tierchen besonders sensibel sind (empfindlich gegen Licht, Hektik, starke Gerüche, Temperaturschwankungen usw.), bedarf es einer besonderen Technik sowie der Geduld eines geübten Heilpraktikers, um diese anzusetzen. Auch der Patient muss erst seine Scheu vor den Blutegeln, die bedauerlicherweise einen eher negativen Ruf genießen, überwinden.
Die Wirkung eines Blutegelbisses, dem nachfolgenden geringen Blutentzug sowie der Abgabe der Blutegelsekrete, ist vielfältig:
Die Saugzeit der vorsichtig angesetzten Tierchen beträgt zwischen 30 und 90 Minuten. Besonders sorgfältig wird die Wunde versorgt, die Nachblutung kontrolliert, und die Verbände werden erneuert.
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